Babytragen

 

Der menschliche Säugling ist zum Jungentypus des "Traglings" zu zählen. 

Man unterscheidet in der Bioglogie zwischen "Nesthockern", "Nestflüchtern" und "Traglingen". 

 

Zu den Nesthockern zählen beispielsweise Katzen und Vögel. Sie kommen nackt und blind auf die Welt und bleiben im Nest. Sie warten darauf, dass ihre Mutter kommt und sie versorgt. Sie wissen, dass sie sich ruhig verhalten müssen, damit sie keine wilden Tiere anlocken. 

 

Nestflüchter sind zum Beispiel Elefanten - sie kommen mehr oder weniger als Miniausgabe ihrer Eltern zur Welt - sie müssen sich schnell anpassen und entwickeln, damit sie mit der Herde mitziehen können, andernfalls bleiben sie alleine zurück und können nicht überleben. 

 

Der Tragling, dazu zählen Affen und in der passiv ausgeprägten Form auch Kängurus und Koalas, kommt zwar nicht mit geschlossenen Augen zur Welt, ist aber in seiner physiologischen Entwicklung noch nicht so weit, dass er sich selbst versorgen kann. 

Das Menschenbaby ist darauf angewiesen, von seinen Eltern umsorgt zu werden, die Eltern dürfen sich nicht allzu weit entfernen, denn in unserer Stammesgeschichte bedeutete dies, dass das Baby auch vergessen werden kann und somit nicht vor wilden Tieren geschützt war. 

 

Heute ist ein Baby in seinem Bett nicht mehr von wilden Wölfen bedroht, seine Gene wissen aber nichts davon, dass die Gefahr gebannt ist. 

Ein Baby will getragen sein und die Sicherheit und Geborgenheit seiner Bezugsperson fühlen.