Rund ums Tragen - Der Mei Tai

Wie schon angekündigt, kommt hier nun der erste Teil einer Serie rund ums Tragen, die sich mit Theorie und Praxis des Tragens gleichermaßen beschäftigen und nach seinem Abschluss ein rundes Gesamtbild ergeben soll.

 

Da ich gerade mein Beratungssortiment erweitert habe, bietet es sich für mich an, euch einen ersten kleinen Einblick ins Tragehilfensortiment zu geben. 

 

Tragehilfen gibt es von verschiedenen Herstellern, in unterschiedlichen Macharten, Designs und Farben und zum Teil ist es schon ein wahrer Tragehilfendschungel, in dem der Durchblick schnell verloren geht. 

 

Was sind die wichtigsten Fakten und Orientierungspunkte rund um Tragehilfen?

 

Zum einen wird zwischen Mei Tais (die sich wieder unterteilen lassen in klassischer Mei Tai, Half Buckle und Wrap Conversion), Full Buckle Systemen und auch einem Onbuhimo unterschieden. 

 

Schnell erklärt funktioniert ein Full Buckle wie ein Rucksack - ein Rückenteil für das Baby an dem Schnallen und Gurte angenäht sind, die der/die Tragende für Hüfte und Schultern wie bei einem Rucksack anlegen einfach festgeziehen kann. 

Ein Onbuhimo (Onbu) ist ein Tragehilfensystem zum Tragen am Rücken, das das Gewicht für den Tragenden ausschließlich auf den Schultern verteilt. 

 

Wichtig bei der Auswahl einer Tragehilfe ist, darauf zu achten, dass

  • das Rückenteil idealerweise aus diagonal elastischem Stoff ist
  • der Steg angepasst werden kann
  • es viele Anpassungsmöglichkeiten für Baby und Eltern gibt
  • die Tragehilfe den Bedürfnissen von Eltern und Kind entspricht

Was vor allem den letzten Punkt betrifft - der wird am besten in einer Trageberatung mit einer professionellen Trageberaterin besprochen. Hier können Eltern und Trageberaterin gemeinsam die Bedürfnisse eruieren und danach das optimale System und die optimale Tragehilfe für sie finden. Hier gilt vor allem, weg von Dogmatismus hin zu dem, was Eltern brauchen und unterstützt!

 

Heute möchte ich euch gerne den  Mei Tai vorstellen. 

Bei den Mei Tais wird zwischen klassischem Mei Tai, Half Buckle und Wrap Conversion unterschieden. 

 

Ein Mei Tai, der ursprünglich aus Asien stammt, besteht aus einem viereckigen Rückenteil und vier Bändern für Träger und Bauchgurt die daran fest genäht sind. 

Ein Half Buckle, also eine "halbe Schnalle" ist ein Mei Tai, der für den Hüftgurt ein Band mit einer Schnalle zum Schließen hat und nicht wie in der klassischen Version zum Binden ist. 

Auch hier gibt es unterschiedliche Marken und Modelle, jedes davon besitzt seine Stärken. 

 

Ich zeige euch hier einen Mei Tai von Girasol, der nun gerade neu in meinem Sortiment ist. 

 

Der Mysol ist eine Tragehilfe, die vor allem sehr kleinen Babys gut passt, da sie apron, also wie eine Schürze getragen werden kann. Dadurch passt sich die Länge des Rückenteils noch einmal zusätzlich an, indem sie sich verkürzt.

Der Mysol hat zwei Tunnelzüge, in die der Hüftgurt eingefädelt werden kann - so wächst die Trage auch mit Größe des Babies mit und passt durch das apron Tragen kleinen Babies und dem Umfädeln auch größeren Kindern, erfahrungsgemäß von Größe 50 bis Größe 92. 

 

Weiters kann optional ein Hüftgurt mit Schnalle gekauft werden und dann wandelt sich der Mei Tai in einen Half Buckle. 

 

Der Steg des Mysols lässt sich mittels Klett stufenlos an die Größe des Babies anpassen

 

Der Nackenbereich lässt sich mittels Kordelzug ebenfalls einstellen und die angebrachte Nackenstütze kann zusammen gerafft werden und an den Schulterträgern zur weiteren Stützung des Kopfes festgemacht werden. 

 

Mit dem Girasol kann auch auf dem Rücken getragen werden. - Mit dem richtigen Kniff von der Trageberaterin auch mit einem Neugeborenen.

 

Wie bei jeder Tragehilfe gilt auch hier - ob damit wirklich alle zufrieden sind, hängt von individuellen Ansprüchen ab und diese werden am besten in einer persönlichen Beratung geklärt, damit man mit dem ausgewählten Produkt auch wirklich lange Freude hat.

Mein Mann meinte jedenfalls nach einem Testlauf mit meiner Assistentin Elena: "Das wird meine Tragehilfe für unser nächstes Kind!"

Ich bin schon gespannt auf meine Erfahrungen mit dem Mysol in meinem Beratungsalltag mit euch!

 

Euer Elf im Beutel

 

Hier seht ihr einen Onbu von der Marke Fidella
Hier seht ihr einen Onbu von der Marke Fidella
Hier ist ein klassischer Mei Tai zu sehen. In diesem Fall ein Mysol von Girasol - dieser kann durch einen zusätzlichen Hüftgurt mit Schnalle, der hier unten eingefädelt wurde, zu einem Half Buckle umgewandelt werden.
Hier ist ein klassischer Mei Tai zu sehen. In diesem Fall ein Mysol von Girasol - dieser kann durch einen zusätzlichen Hüftgurt mit Schnalle, der hier unten eingefädelt wurde, zu einem Half Buckle umgewandelt werden.
MySol non apron angelegt
MySol non apron angelegt
MySol apron angelegt
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Rund ums Tragen

Tragetuch und Co.

Still war es in letzter Zeit bei Elf im Beutel. 

Unser Sohn hat im Herbst begonnen, den Kindergarten zu besuchen, ich habe in meinem Job als Buchhändlerin langsam wieder Stunden aufgestockt, die ersten Kinderkrankheiten haben uns erreicht und ich bin häufig ganz schön platt auf der Couch gelegen. 

Jetzt ist der Frühling zurück und ich merke, dass ich wieder viel agiler werde. - Was die Sonne alles bewirkt. 

Ich möchte euch in den kommenden Wochen, jede Woche ein paar Infos zum Tragen geben und euch unterschiedliche Bindeweisen und auch verschiedene Tragehilfensysteme vorstellen - es gibt so viele verschiedene Marken am Markt, dass ein regelrechter Dschungel entstanden ist. Das soll euch eine kleine Orientierungshilfe sein.

Seid gespannt, was euch alles erwarten wird!


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Das Wochenbett

Letzten Sonntag hat meine Schwägerin ihre Tochter geboren, gestern durften wir die neue Erdenbürgerin kennen lernen. 

 

Grund genug, ein paar Gedanken rund um das Thema "Wochenbett" festzuhalten. 

 

Mein eigenes Wochenbett habe ich nicht in besonders guter Erinnerung und der Gedanke daran stimmt mich meist sehr traurig. - Zuerst das Nicht zur Ruhe kommen im hektischen und überfüllten Krankenhaus und Stillprobleme, zu Hause steter Besuch, der mich gestresst und die Zeit nicht genießen hat lassen. - Aus Erfahrung lernt man - ich weiß, bei einem zweiten Tragling wird unser Wochenbett ganz anders aussehen. 

 

Was ist denn nun dieses "Wochenbett"? 

Vom Wochenbett spricht man ab dem Zeitpunkt der Geburt der Plazenta und es wird in das Früh- (bis 10 Tage nach der Geburt) und das Spätwochenbett (bis 8 Wochen nach der Geburt) unterteilt. 

Heute wird das Wochenbett gerne unterschätzt und als nicht so wichtig erachtet, dabei finden wichtige und zentrale Prozesse statt und es ist eine extrem intime Zeit. 

Das Wochenbett ist eine große Zeit des Kennenlernens, Ankommens und der Umstellung. Körperlich findet bei der Frau, oder im Fachjargon der Wöchnerin, die Rückbildung statt, eventuelle Geburtsverletzungen heilen, Geburtserlebnisse können verarbeitet werden. 

 

Nützliches für frisch gebackene Eltern

Es lohnt sich, Vorräte anzulegen. Sei es vorgekochtes Essen im Tiefkühler, die Lieblingsschokolade oder auch Klopapier und Dinge des täglichen Bedarfs - alles, woran im Wochenbett nicht gedacht werden muss, ist ein Segen. 

Auch Behördenwege können zum Teil schon vor der Geburt erledigt werden und ersparen dann die Lauferei.

 

Eine Hebamme, die man idealerweise schon während der Schwangerschaft kennen gelernt hat und die nach der Geburt die Familie noch weiter betreut, ist ein wahres Goldstück. Sie kann alle Fragen rund um das Wochenbett und Rückbildung kompetent beantworten und ist eine große Stütze und Mutzusprecherin.

 

Eltern brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie für einige Zeit die Intimität ihrer neuen Familien ganz für sich genießen und keinen Besuch empfangen wollen. 

 

Toll ist es, im Umfeld Menschen zu haben, die Unterstützung bieten, in dem sie genau das geben, was die neue Familie gerade für sich braucht. Das kann eine Essenslieferung sein, ein Spielplatzbesuch mit dem großen Geschwisterkind, ein Kuchen, aufmunternde Worte, eine Putzhilfe oder auch einfach nur Ruhe für die Familie. 

 

Wichtig bei Besuch für die Familie ist, dass sich vor allem die Wöchnerin in Anwesenheit der Personen wohl fühlt und entspannen kann.

Verursacht der Besuch oder die vermeintliche Unterstützung eher inneren Druck, darf der Besuch auch auf später verschoben werden oder nach einer anderen Lösung zur Unterstützung gesucht werden. 

Kann ein Besuch nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, empfiehlt es sich, diesen vor dem Milcheinschuss zu empfangen, andernfalls ist ein Milchstau fast vorprogrammiert. 

Wichtig ist, auf die innere Stimme und die Bedürfnisse des Babys zu achten, dann läuft das Wochenbett (und generell die Zeit mit Kind und Familie) meist ziemlich problemlos ab. 

 

Wenn in der Familie schon Geschwisterkinder leben

Erinnerst du dich noch an die Geburt deines ersten Kindes? 

Alles war neu, ungewohnt, teilweise mit Unsicherheiten beladen, du musstest erst in dieses neue Leben mit dem/der neueN ErdenbürgerIn hineinwachsen. 

Genauso geht es auch einem Geschwisterkind nach der Ankunft des Babys - es ist SEIN erstes Baby. 

Kinder können sehr gut auf die bevorstehende Geburt und das neue Familienmitglied vorbereitet werden, dennoch ist das Leben mit Baby etwas, das Kinder nicht genau abschätzen können. 

Wichtig ist, das große Kind weiterhin zu sehen und Verständnis zu haben, dass vielleicht nicht immer alles so glatt läuft. Nach einiger Zeit spielt sich das neue Leben ein, auch für ein Geschwisterkind. 
Hilfreich dabei sind exklusiv Zeit mit Mama und/oder Papa, Verständnis und das Miteinbeziehen in den Alltag, indem beispielsweise altersgerechte Aufgaben übertragen werden (Hilfe beim Wickeln, Anziehen, Baden, Baby bewachen, etc.), dann fällt das Gefühl, außen vor zu sein, weg. 

"Schicken Sie es auf keinen Fall weg. Sonst wird es sich zurückgesetzt fühlen. Achten Sie vielmehr unbedingt darauf, möglichst viel Alltag mit Ihrem großen Kind zu teilen. Oft ist es für Geschwisterkinder beruhigender und die Verlustängste beseitigender, die >normalen< Aktivitäten zu begleiten, als plötzlich lauter besondere Unternehmungen präsentiert zu bekommen." Stern; Loretta, Gaca; Anja Constance: Das Wochenbett; Kösel, München, 2016; S. 128

 

 

Der/die gern gesehene Wochenbett-BesucherIn

Ein "guter" Wochenbettbesucher hat Verständnis dafür, dass es möglicherweise noch Zeit braucht, bis Besuch willkommen ist und auch dafür, dass sich der Besuch kurzfristig verschiebt, weil an diesem Tag kein guter Tag, oder ein müder Tag für alle in der Familie ist. 

Gern gesehen ist bekömmliches, kraftspendendes Essen, vielleicht eine stärkende Brühe, Kräuterblutsaft und Stillkugeln. 

Auch für den Papa darf gerne eine Kleinigkeit im Korb liegen- schließlich hat er (hoffentlich) seine Partnerin während der Geburt und nun auch im Wochenbett bestens unterstützt und seine Energiereserven dürfen auch aufgetankt werden. 

Ist schon ein größeres Geschwisterkind in der Familie freut sich dieses über viel Aufmerksamkeit und vielleicht ein kleines Geschenk - gerade für Kinder ist es eine herausfordernde Zeit, ein Baby in ihrem Leben zu begrüßen. 

 

Herrlich ist es, wenn der Satz "Ich/Wir wollten nur schauen, wie es euch geht", aufrichtig gemeint ist, nicht sofort nach dem Baby gegrapscht wird (Händchen, Füßchen und Gesicht lassen sich auch sehr gut neben Mama/Papa sitzend betrachten) und Fragen zur Geburt nicht gestellt werden, die Familie entscheidet gerne selbst, wem, wann und was sie über dieses intime Erlebnis mit anderen teilen möchte. 

 

Wunderbar ist es, Mut und aufmunternde Worte zugesprochen zu bekommen, auch ehrliches Interesse am Handeln und Entscheidungen sind Immer herzlich willkommen, gerade, wenn Familien sich entscheiden, in gewissen Belangen einen anderen Weg zu gehen (aufrichtiges Interesse daran ist auch in späterer Zeit immer schön und willkommen). 

Nicht passend sind (ungefragte) Ratschläge, Äußerungen à la "Du/ihr müsst…" , "Das Baby muss/braucht..", "Wir haben das auch (nicht) so gemacht… (und es hat nicht geschadet).."), "Aber…" das stellt einen Übertritt in die Privatsphäre der Familie dar. Im besten Fall ist es ärgerlich, im schlimmsten Fall führt es zu  (unnötiger) Verunsicherung. - Egal wie gut gemeint diese Ratschläge auch sein wollen. 

Der ideale Wochenbettbesucher weiß auch, wann es wieder Zeit ist, zu gehen. 

 

Mein abschließender Rat an alle (frisch gebackenen) Eltern - genießt diese wundervolle Zeit des Kennenlernens und denkt daran - auch wenn es sich (gerade am Anfang) nicht immer so anfühlt: Die Experten für euer Baby/Kind seid immer ihr selbst!

 

Carry on!

Euer Elf im Beutel 

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Zur Weltstillwoche

Die diesjährige Weltstillwoche findet vom 03.10.-09.10.2016 unter dem Motto "Stillen - Fundament für nachhaltige Entwicklung" statt.

 

Warum ich auf meiner Trageseite über das Stillen schreibe?

Weil Stillen für mich, genauso wie Tragen, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und das natürlichste für Kind und Mutter ist. 

 

Die Stillbeziehung mit meinem über 2 jährigen Sohn ist leider nicht glücklich verlaufen. 

Ich wollte immer stillen, habe mir aber während der Schwangerschaft überhaupt keine Gedanken darüber gemacht - warum auch? Ist ja das natürlichste der Welt - andocken, trinken, abdocken, fertig. 

So läuft es oft - aber genau so läuft es auch oft nicht. 

 

Mangels Informationen hatte ich mich viel zu sehr auf Ratschläge verlassen die zum Teil auf Ammenmärchen basierten, viel, viel zu spät eine Stillberaterin hinzugezogen, als die Nerven schon blank lagen und aus den Brustwarzen Blut tröpfelte. Der Stress im Wochenbett von Besuchen und Menschen, die mein Baby gehalten haben, obwohl wir nackt zusammen gekuschelt ins Bett gehört hätten, hat das Seine dazu getan. - 

Ich hatte das Gefühl, dass mich mein Kind ablehnt, ich nicht fähig bin es zu nähren und nur noch Zeit mit Brusternährungsset, Pumpen und zufüttern verbringe und die Zeit mit meinem Baby überhaupt nicht genießen kann. Ich beschloss, abzustillen. Lange Zeit habe ich mit dem Gedanken der Relaktion gespielt, aber ihn verworfen. 

Noch heute wünsche ich mir, dass ich mehr Energie und Durchhaltevermögen, mehr Wissen,mehr Zuspruch und Unterstützung gehabt hätte, um durch diese schwierige Anfangsphase des Stillens zu kommen. 

Ja, Stillen ist das natürlichste der Welt, aber es treten dabei immer wieder größere und kleinere Herausforderungen auf - und dafür gibt es ausgebildete Spezialistinnen, die helfen und unterstützen können und dann klappt es in den allermeisten Fällen auch mit dem Stillen. 

Aus meiner Erfahrung habe ich gelernt, mich noch mehr auf mein Bauchgefühl zu verlassen, mir Informationen zu suchen und einige wichtige "Regeln" rund  um Geburt und Wochenbett strikt einzuhalten. - Für einen möglichen weiteren Tragling der irgendwann bei uns einzieht, bin ich gerüstet und ich weiß, dass ich stillen werde könne. 

 

Denn Fakt ist:

- Stillen ist die natürlichste, nachhaltigste und gesündeste Ernährungsform eines Säuglings. 

- dass jede Frau die Entscheidung pro/contra stillen selbst zu treffen hat und die Entscheidung aus persönlichen Gründen gefällt wird und zu respektieren ist. 

- dass Frauen die stillen wollen, immer noch zu wenig unterstützt werden und stillen als nicht so wichtig erachtet wird. 

- dass Stillen ab einem gewissen Alter immer noch als "nicht normal" angesehen wird. 

- dass Stillen mehr als nur Nahrungsaufnahme ist.

 

Es ist mir ein großes Anliegen, Frauen Mut zu machen, auf ihr Bauchgefühl zu hören und sich bei Fragen an die jeweiligen Spezialisten zu wenden. 

Mit Wissen und Unterstützung kann fast jeder Stein aus dem Weg geräumt werden. 

 

Und es ist mir ein Anliegen, dass viele der Ammenmärchen rund ums Stillen aus den Köpfen der Menschen verschwinden.

 

Euer Elf im Beutel

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Let's talk about… Tragen im Winter

Endlich ist es soweit - der Winter hat wirklich Einzug gehalten! - Doch wie trägt man sein Baby/Kind am Besten durch den Winter? 

 

Babies trägt man unter der eigenen Jacke, möglichst nah am Körper, also mit nicht allzu vielen Schichten zwischen dir und deinem Baby. - Die wärmende Schicht kommt mittels Tragejacke/Tragecover, Jackenerweiterung oder  großer eigener Jacke über den Rücken des Kindes. So findet ein guter Wärmeaustausch statt und man merkt selbst, ob es zu warm, oder kalt ist. Unter der Jacke genügt es, das Kind so anzuziehen wie zu hause - da eben ein Wärmeaustausch stattfindet, das Tuch/die Tragehilfe auch nochmal eine extra Schicht ist und ja auch noch die Jacke über den Rücken kommt. Besondern Schutz benötigen allerdings die Füße mittels Wollstiefeln, dicker Socken, etc..

Auch der Kopf des Kindes sollte mit einer gut sitzenden Haube geschützt werden - bitte jedoch auf keinen Fall Jacken, Schals oder ähnliches über den Kopf des Kindes ziehen - das behindert die Luftzirkulation und beeinträchtigt die Atmung des Kindes negativ!

 

Lauflinge die auch schon Strecken alleine zurück legen, können für kurze Gehpausen auch über der Kleidung getragen werden - dafür eigenen sich spezielle Wollfleece oder Walkoveralls - Schneeanzüge sind nicht geeignet, da sie das Binden sehr schwierig machen und vor allem, weil die wärmenden Lufteinschlüsse zusammengedrückt werden und damit ihre Funktion verlieren!

 

Für längere Strecken empfiehlt es sich, den Laufling unter die Jacke zu Packen. 

Willst du länger und auch am Rücken tragen, dann lohnt es sich, in eine Tragejacke/mantel zu investieren - hier besteht die Möglichkeit einer Bauch- und Rückentrageweise. 

 

Für glatte Tage ist auch die Invention in Spikes für Schuhe sinnvoll - damit man nicht ins rutschen kommt. 

 

Damit steht auch dem Tragen in der kalten Jahreszeit nichts mehr im Weg!

 

Viel Spaß und Carry on!

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Rund ums Tragen - Der Mei Tai

Wie schon angekündigt, kommt hier nun der erste Teil einer Serie rund ums Tragen, die sich mit Theorie und Praxis des Tragens gleichermaßen beschäftigen und nach seinem Abschluss ein rundes Gesamtbild ergeben soll.

 

Da ich gerade mein Beratungssortiment erweitert habe, bietet es sich für mich an, euch einen ersten kleinen Einblick ins Tragehilfensortiment zu geben. 

 

Tragehilfen gibt es von verschiedenen Herstellern, in unterschiedlichen Macharten, Designs und Farben und zum Teil ist es schon ein wahrer Tragehilfendschungel, in dem der Durchblick schnell verloren geht. 

 

Was sind die wichtigsten Fakten und Orientierungspunkte rund um Tragehilfen?

 

Zum einen wird zwischen Mei Tais (die sich wieder unterteilen lassen in klassischer Mei Tai, Half Buckle und Wrap Conversion), Full Buckle Systemen und auch einem Onbuhimo unterschieden. 

 

Schnell erklärt funktioniert ein Full Buckle wie ein Rucksack - ein Rückenteil für das Baby an dem Schnallen und Gurte angenäht sind, die der/die Tragende für Hüfte und Schultern wie bei einem Rucksack anlegen einfach festgeziehen kann. 

Ein Onbuhimo (Onbu) ist ein Tragehilfensystem zum Tragen am Rücken, das das Gewicht für den Tragenden ausschließlich auf den Schultern verteilt. 

 

Wichtig bei der Auswahl einer Tragehilfe ist, darauf zu achten, dass

  • das Rückenteil idealerweise aus diagonal elastischem Stoff ist
  • der Steg angepasst werden kann
  • es viele Anpassungsmöglichkeiten für Baby und Eltern gibt
  • die Tragehilfe den Bedürfnissen von Eltern und Kind entspricht

Was vor allem den letzten Punkt betrifft - der wird am besten in einer Trageberatung mit einer professionellen Trageberaterin besprochen. Hier können Eltern und Trageberaterin gemeinsam die Bedürfnisse eruieren und danach das optimale System und die optimale Tragehilfe für sie finden. Hier gilt vor allem, weg von Dogmatismus hin zu dem, was Eltern brauchen und unterstützt!

 

Heute möchte ich euch gerne den  Mei Tai vorstellen. 

Bei den Mei Tais wird zwischen klassischem Mei Tai, Half Buckle und Wrap Conversion unterschieden. 

 

Ein Mei Tai, der ursprünglich aus Asien stammt, besteht aus einem viereckigen Rückenteil und vier Bändern für Träger und Bauchgurt die daran fest genäht sind. 

Ein Half Buckle, also eine "halbe Schnalle" ist ein Mei Tai, der für den Hüftgurt ein Band mit einer Schnalle zum Schließen hat und nicht wie in der klassischen Version zum Binden ist. 

Auch hier gibt es unterschiedliche Marken und Modelle, jedes davon besitzt seine Stärken. 

 

Ich zeige euch hier einen Mei Tai von Girasol, der nun gerade neu in meinem Sortiment ist. 

 

Der Mysol ist eine Tragehilfe, die vor allem sehr kleinen Babys gut passt, da sie apron, also wie eine Schürze getragen werden kann. Dadurch passt sich die Länge des Rückenteils noch einmal zusätzlich an, indem sie sich verkürzt.

Der Mysol hat zwei Tunnelzüge, in die der Hüftgurt eingefädelt werden kann - so wächst die Trage auch mit Größe des Babies mit und passt durch das apron Tragen kleinen Babies und dem Umfädeln auch größeren Kindern, erfahrungsgemäß von Größe 50 bis Größe 92. 

 

Weiters kann optional ein Hüftgurt mit Schnalle gekauft werden und dann wandelt sich der Mei Tai in einen Half Buckle. 

 

Der Steg des Mysols lässt sich mittels Klett stufenlos an die Größe des Babies anpassen

 

Der Nackenbereich lässt sich mittels Kordelzug ebenfalls einstellen und die angebrachte Nackenstütze kann zusammen gerafft werden und an den Schulterträgern zur weiteren Stützung des Kopfes festgemacht werden. 

 

Mit dem Girasol kann auch auf dem Rücken getragen werden. - Mit dem richtigen Kniff von der Trageberaterin auch mit einem Neugeborenen.

 

Wie bei jeder Tragehilfe gilt auch hier - ob damit wirklich alle zufrieden sind, hängt von individuellen Ansprüchen ab und diese werden am besten in einer persönlichen Beratung geklärt, damit man mit dem ausgewählten Produkt auch wirklich lange Freude hat.

Mein Mann meinte jedenfalls nach einem Testlauf mit meiner Assistentin Elena: "Das wird meine Tragehilfe für unser nächstes Kind!"

Ich bin schon gespannt auf meine Erfahrungen mit dem Mysol in meinem Beratungsalltag mit euch!

 

Euer Elf im Beutel

 

Hier seht ihr einen Onbu von der Marke Fidella
Hier seht ihr einen Onbu von der Marke Fidella
Hier ist ein klassischer Mei Tai zu sehen. In diesem Fall ein Mysol von Girasol - dieser kann durch einen zusätzlichen Hüftgurt mit Schnalle, der hier unten eingefädelt wurde, zu einem Half Buckle umgewandelt werden.
Hier ist ein klassischer Mei Tai zu sehen. In diesem Fall ein Mysol von Girasol - dieser kann durch einen zusätzlichen Hüftgurt mit Schnalle, der hier unten eingefädelt wurde, zu einem Half Buckle umgewandelt werden.
MySol non apron angelegt
MySol non apron angelegt
MySol apron angelegt
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Rund ums Tragen

Tragetuch und Co.

Still war es in letzter Zeit bei Elf im Beutel. 

Unser Sohn hat im Herbst begonnen, den Kindergarten zu besuchen, ich habe in meinem Job als Buchhändlerin langsam wieder Stunden aufgestockt, die ersten Kinderkrankheiten haben uns erreicht und ich bin häufig ganz schön platt auf der Couch gelegen. 

Jetzt ist der Frühling zurück und ich merke, dass ich wieder viel agiler werde. - Was die Sonne alles bewirkt. 

Ich möchte euch in den kommenden Wochen, jede Woche ein paar Infos zum Tragen geben und euch unterschiedliche Bindeweisen und auch verschiedene Tragehilfensysteme vorstellen - es gibt so viele verschiedene Marken am Markt, dass ein regelrechter Dschungel entstanden ist. Das soll euch eine kleine Orientierungshilfe sein.

Seid gespannt, was euch alles erwarten wird!


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Das Wochenbett

Letzten Sonntag hat meine Schwägerin ihre Tochter geboren, gestern durften wir die neue Erdenbürgerin kennen lernen. 

 

Grund genug, ein paar Gedanken rund um das Thema "Wochenbett" festzuhalten. 

 

Mein eigenes Wochenbett habe ich nicht in besonders guter Erinnerung und der Gedanke daran stimmt mich meist sehr traurig. - Zuerst das Nicht zur Ruhe kommen im hektischen und überfüllten Krankenhaus und Stillprobleme, zu Hause steter Besuch, der mich gestresst und die Zeit nicht genießen hat lassen. - Aus Erfahrung lernt man - ich weiß, bei einem zweiten Tragling wird unser Wochenbett ganz anders aussehen. 

 

Was ist denn nun dieses "Wochenbett"? 

Vom Wochenbett spricht man ab dem Zeitpunkt der Geburt der Plazenta und es wird in das Früh- (bis 10 Tage nach der Geburt) und das Spätwochenbett (bis 8 Wochen nach der Geburt) unterteilt. 

Heute wird das Wochenbett gerne unterschätzt und als nicht so wichtig erachtet, dabei finden wichtige und zentrale Prozesse statt und es ist eine extrem intime Zeit. 

Das Wochenbett ist eine große Zeit des Kennenlernens, Ankommens und der Umstellung. Körperlich findet bei der Frau, oder im Fachjargon der Wöchnerin, die Rückbildung statt, eventuelle Geburtsverletzungen heilen, Geburtserlebnisse können verarbeitet werden. 

 

Nützliches für frisch gebackene Eltern

Es lohnt sich, Vorräte anzulegen. Sei es vorgekochtes Essen im Tiefkühler, die Lieblingsschokolade oder auch Klopapier und Dinge des täglichen Bedarfs - alles, woran im Wochenbett nicht gedacht werden muss, ist ein Segen. 

Auch Behördenwege können zum Teil schon vor der Geburt erledigt werden und ersparen dann die Lauferei.

 

Eine Hebamme, die man idealerweise schon während der Schwangerschaft kennen gelernt hat und die nach der Geburt die Familie noch weiter betreut, ist ein wahres Goldstück. Sie kann alle Fragen rund um das Wochenbett und Rückbildung kompetent beantworten und ist eine große Stütze und Mutzusprecherin.

 

Eltern brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie für einige Zeit die Intimität ihrer neuen Familien ganz für sich genießen und keinen Besuch empfangen wollen. 

 

Toll ist es, im Umfeld Menschen zu haben, die Unterstützung bieten, in dem sie genau das geben, was die neue Familie gerade für sich braucht. Das kann eine Essenslieferung sein, ein Spielplatzbesuch mit dem großen Geschwisterkind, ein Kuchen, aufmunternde Worte, eine Putzhilfe oder auch einfach nur Ruhe für die Familie. 

 

Wichtig bei Besuch für die Familie ist, dass sich vor allem die Wöchnerin in Anwesenheit der Personen wohl fühlt und entspannen kann.

Verursacht der Besuch oder die vermeintliche Unterstützung eher inneren Druck, darf der Besuch auch auf später verschoben werden oder nach einer anderen Lösung zur Unterstützung gesucht werden. 

Kann ein Besuch nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, empfiehlt es sich, diesen vor dem Milcheinschuss zu empfangen, andernfalls ist ein Milchstau fast vorprogrammiert. 

Wichtig ist, auf die innere Stimme und die Bedürfnisse des Babys zu achten, dann läuft das Wochenbett (und generell die Zeit mit Kind und Familie) meist ziemlich problemlos ab. 

 

Wenn in der Familie schon Geschwisterkinder leben

Erinnerst du dich noch an die Geburt deines ersten Kindes? 

Alles war neu, ungewohnt, teilweise mit Unsicherheiten beladen, du musstest erst in dieses neue Leben mit dem/der neueN ErdenbürgerIn hineinwachsen. 

Genauso geht es auch einem Geschwisterkind nach der Ankunft des Babys - es ist SEIN erstes Baby. 

Kinder können sehr gut auf die bevorstehende Geburt und das neue Familienmitglied vorbereitet werden, dennoch ist das Leben mit Baby etwas, das Kinder nicht genau abschätzen können. 

Wichtig ist, das große Kind weiterhin zu sehen und Verständnis zu haben, dass vielleicht nicht immer alles so glatt läuft. Nach einiger Zeit spielt sich das neue Leben ein, auch für ein Geschwisterkind. 
Hilfreich dabei sind exklusiv Zeit mit Mama und/oder Papa, Verständnis und das Miteinbeziehen in den Alltag, indem beispielsweise altersgerechte Aufgaben übertragen werden (Hilfe beim Wickeln, Anziehen, Baden, Baby bewachen, etc.), dann fällt das Gefühl, außen vor zu sein, weg. 

"Schicken Sie es auf keinen Fall weg. Sonst wird es sich zurückgesetzt fühlen. Achten Sie vielmehr unbedingt darauf, möglichst viel Alltag mit Ihrem großen Kind zu teilen. Oft ist es für Geschwisterkinder beruhigender und die Verlustängste beseitigender, die >normalen< Aktivitäten zu begleiten, als plötzlich lauter besondere Unternehmungen präsentiert zu bekommen." Stern; Loretta, Gaca; Anja Constance: Das Wochenbett; Kösel, München, 2016; S. 128

 

 

Der/die gern gesehene Wochenbett-BesucherIn

Ein "guter" Wochenbettbesucher hat Verständnis dafür, dass es möglicherweise noch Zeit braucht, bis Besuch willkommen ist und auch dafür, dass sich der Besuch kurzfristig verschiebt, weil an diesem Tag kein guter Tag, oder ein müder Tag für alle in der Familie ist. 

Gern gesehen ist bekömmliches, kraftspendendes Essen, vielleicht eine stärkende Brühe, Kräuterblutsaft und Stillkugeln. 

Auch für den Papa darf gerne eine Kleinigkeit im Korb liegen- schließlich hat er (hoffentlich) seine Partnerin während der Geburt und nun auch im Wochenbett bestens unterstützt und seine Energiereserven dürfen auch aufgetankt werden. 

Ist schon ein größeres Geschwisterkind in der Familie freut sich dieses über viel Aufmerksamkeit und vielleicht ein kleines Geschenk - gerade für Kinder ist es eine herausfordernde Zeit, ein Baby in ihrem Leben zu begrüßen. 

 

Herrlich ist es, wenn der Satz "Ich/Wir wollten nur schauen, wie es euch geht", aufrichtig gemeint ist, nicht sofort nach dem Baby gegrapscht wird (Händchen, Füßchen und Gesicht lassen sich auch sehr gut neben Mama/Papa sitzend betrachten) und Fragen zur Geburt nicht gestellt werden, die Familie entscheidet gerne selbst, wem, wann und was sie über dieses intime Erlebnis mit anderen teilen möchte. 

 

Wunderbar ist es, Mut und aufmunternde Worte zugesprochen zu bekommen, auch ehrliches Interesse am Handeln und Entscheidungen sind Immer herzlich willkommen, gerade, wenn Familien sich entscheiden, in gewissen Belangen einen anderen Weg zu gehen (aufrichtiges Interesse daran ist auch in späterer Zeit immer schön und willkommen). 

Nicht passend sind (ungefragte) Ratschläge, Äußerungen à la "Du/ihr müsst…" , "Das Baby muss/braucht..", "Wir haben das auch (nicht) so gemacht… (und es hat nicht geschadet).."), "Aber…" das stellt einen Übertritt in die Privatsphäre der Familie dar. Im besten Fall ist es ärgerlich, im schlimmsten Fall führt es zu  (unnötiger) Verunsicherung. - Egal wie gut gemeint diese Ratschläge auch sein wollen. 

Der ideale Wochenbettbesucher weiß auch, wann es wieder Zeit ist, zu gehen. 

 

Mein abschließender Rat an alle (frisch gebackenen) Eltern - genießt diese wundervolle Zeit des Kennenlernens und denkt daran - auch wenn es sich (gerade am Anfang) nicht immer so anfühlt: Die Experten für euer Baby/Kind seid immer ihr selbst!

 

Carry on!

Euer Elf im Beutel 

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Zur Weltstillwoche

Die diesjährige Weltstillwoche findet vom 03.10.-09.10.2016 unter dem Motto "Stillen - Fundament für nachhaltige Entwicklung" statt.

 

Warum ich auf meiner Trageseite über das Stillen schreibe?

Weil Stillen für mich, genauso wie Tragen, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und das natürlichste für Kind und Mutter ist. 

 

Die Stillbeziehung mit meinem über 2 jährigen Sohn ist leider nicht glücklich verlaufen. 

Ich wollte immer stillen, habe mir aber während der Schwangerschaft überhaupt keine Gedanken darüber gemacht - warum auch? Ist ja das natürlichste der Welt - andocken, trinken, abdocken, fertig. 

So läuft es oft - aber genau so läuft es auch oft nicht. 

 

Mangels Informationen hatte ich mich viel zu sehr auf Ratschläge verlassen die zum Teil auf Ammenmärchen basierten, viel, viel zu spät eine Stillberaterin hinzugezogen, als die Nerven schon blank lagen und aus den Brustwarzen Blut tröpfelte. Der Stress im Wochenbett von Besuchen und Menschen, die mein Baby gehalten haben, obwohl wir nackt zusammen gekuschelt ins Bett gehört hätten, hat das Seine dazu getan. - 

Ich hatte das Gefühl, dass mich mein Kind ablehnt, ich nicht fähig bin es zu nähren und nur noch Zeit mit Brusternährungsset, Pumpen und zufüttern verbringe und die Zeit mit meinem Baby überhaupt nicht genießen kann. Ich beschloss, abzustillen. Lange Zeit habe ich mit dem Gedanken der Relaktion gespielt, aber ihn verworfen. 

Noch heute wünsche ich mir, dass ich mehr Energie und Durchhaltevermögen, mehr Wissen,mehr Zuspruch und Unterstützung gehabt hätte, um durch diese schwierige Anfangsphase des Stillens zu kommen. 

Ja, Stillen ist das natürlichste der Welt, aber es treten dabei immer wieder größere und kleinere Herausforderungen auf - und dafür gibt es ausgebildete Spezialistinnen, die helfen und unterstützen können und dann klappt es in den allermeisten Fällen auch mit dem Stillen. 

Aus meiner Erfahrung habe ich gelernt, mich noch mehr auf mein Bauchgefühl zu verlassen, mir Informationen zu suchen und einige wichtige "Regeln" rund  um Geburt und Wochenbett strikt einzuhalten. - Für einen möglichen weiteren Tragling der irgendwann bei uns einzieht, bin ich gerüstet und ich weiß, dass ich stillen werde könne. 

 

Denn Fakt ist:

- Stillen ist die natürlichste, nachhaltigste und gesündeste Ernährungsform eines Säuglings. 

- dass jede Frau die Entscheidung pro/contra stillen selbst zu treffen hat und die Entscheidung aus persönlichen Gründen gefällt wird und zu respektieren ist. 

- dass Frauen die stillen wollen, immer noch zu wenig unterstützt werden und stillen als nicht so wichtig erachtet wird. 

- dass Stillen ab einem gewissen Alter immer noch als "nicht normal" angesehen wird. 

- dass Stillen mehr als nur Nahrungsaufnahme ist.

 

Es ist mir ein großes Anliegen, Frauen Mut zu machen, auf ihr Bauchgefühl zu hören und sich bei Fragen an die jeweiligen Spezialisten zu wenden. 

Mit Wissen und Unterstützung kann fast jeder Stein aus dem Weg geräumt werden. 

 

Und es ist mir ein Anliegen, dass viele der Ammenmärchen rund ums Stillen aus den Köpfen der Menschen verschwinden.

 

Euer Elf im Beutel

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Let's talk about… Tragen im Winter

Endlich ist es soweit - der Winter hat wirklich Einzug gehalten! - Doch wie trägt man sein Baby/Kind am Besten durch den Winter? 

 

Babies trägt man unter der eigenen Jacke, möglichst nah am Körper, also mit nicht allzu vielen Schichten zwischen dir und deinem Baby. - Die wärmende Schicht kommt mittels Tragejacke/Tragecover, Jackenerweiterung oder  großer eigener Jacke über den Rücken des Kindes. So findet ein guter Wärmeaustausch statt und man merkt selbst, ob es zu warm, oder kalt ist. Unter der Jacke genügt es, das Kind so anzuziehen wie zu hause - da eben ein Wärmeaustausch stattfindet, das Tuch/die Tragehilfe auch nochmal eine extra Schicht ist und ja auch noch die Jacke über den Rücken kommt. Besondern Schutz benötigen allerdings die Füße mittels Wollstiefeln, dicker Socken, etc..

Auch der Kopf des Kindes sollte mit einer gut sitzenden Haube geschützt werden - bitte jedoch auf keinen Fall Jacken, Schals oder ähnliches über den Kopf des Kindes ziehen - das behindert die Luftzirkulation und beeinträchtigt die Atmung des Kindes negativ!

 

Lauflinge die auch schon Strecken alleine zurück legen, können für kurze Gehpausen auch über der Kleidung getragen werden - dafür eigenen sich spezielle Wollfleece oder Walkoveralls - Schneeanzüge sind nicht geeignet, da sie das Binden sehr schwierig machen und vor allem, weil die wärmenden Lufteinschlüsse zusammengedrückt werden und damit ihre Funktion verlieren!

 

Für längere Strecken empfiehlt es sich, den Laufling unter die Jacke zu Packen. 

Willst du länger und auch am Rücken tragen, dann lohnt es sich, in eine Tragejacke/mantel zu investieren - hier besteht die Möglichkeit einer Bauch- und Rückentrageweise. 

 

Für glatte Tage ist auch die Invention in Spikes für Schuhe sinnvoll - damit man nicht ins rutschen kommt. 

 

Damit steht auch dem Tragen in der kalten Jahreszeit nichts mehr im Weg!

 

Viel Spaß und Carry on!

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